Tagebuch


Sprungmarken

Tanzende Chinesen und industrielle Trendsetter

Johannes Popp am 27.Feb.2009 um 15:02 Uhr

Fr 27.02 - Tanz im Park Der heutige Tag begann mit der Besichtigung des Himmelstempels, einer der größten Tempelanlagen in China. Hier brachte der Kaiser, der als "Himmelssohn" zwischen Menschen und Göttern vermittelte, Opfer dar.

Was uns neben der Tempelanlage ebenfalls stark beeindruckte, waren die Chinesen, die sich am Morgen im den Himmelstempel umgebenden Park in geselligen Runden trafen.
So konnten wir Männer in gehobenerem Alter beobachten, die in ihr Kartenspiel vertieft über ihren nächsten Zug grübelten. Während die Männergruppen eher einen geruhsamen Eindruck machten, sah man vor allem Frauen, die sich mit kollektiven Gymnastikübungen fit hielten.
Wer keine Freude am Kartenspielen oder Trainnieren hatte, schloss sich einem der zahlreichen Chöre an, die mit großer Freude chinesische Folklore zum Besten gaben.

Nachdem wir den Tempel besichtigt und das bunte Treiben bestaunt hatten, brachten uns Taxis zum Hauptsitz der Siemens Ltd., China in Beijing.

Dort kamen wir in den Genuss eines leckeren Mittagessens, welches im wahrsten Sinne des Wortes die ein oder andere Geschmacksexplosion hervorrief.
Ab 14.00 Uhr hatten wir die Ehre, vom CEO Siemens North Asia, Dr. Hausmann, empfangen zu werden. Er erläuterte uns seinen Werdegang, stellte die Kennzahlen von Siemens in China (43.000 Mitarbeiter, 90 produzierende Fabriken und 60 Vertriebsbüros), vor und vertiefte Herausforderungen und Strategie in der Nordasienregion. In diesem für uns sehr interessanten Vortrag erfuhren wir z.B., wie Siemens der Wirtschaftskrise in China, die hier mindestens so gravierende Auswirkungen wie in Deutschland hat, gegensteueren will.

Dem Vortrag von Dr. Hausmann folgte ein Vortrag von Dr. Li aus der Zentralabteilung Corporate Technology (CT). Dr. Li berichtete von der Rolle des Bereichs CT, welches einerseits den drei Siemens-Divisionen (Healthcare, Industry, Energy) zuarbeitet und das dort vorhandene Wissen vernetzt, aber auch eigene Innovationsprogramme startet. Außerdem wurde uns die Rolle von Siemens als "Trendsetter" im Gegensatz zu "First Mover" und "Fast Followers" verdeutlich. Den beiden Vorträgen folgte eine Laborführung.

Um 17.00 Uhr war der Siemensbesuch beendet, was uns die Möglichkeit gab, noch das naheliegende Olympiagelände zu besichtigen. Nach einem Stehimbiss bei der Garküche an der Ecke und dem letzten Anprobieren der Anzüge geht ein weiterer Tag im Reich der Mitte voller Highlights zu Ende.

Studenten über Studenten

Anna Schüpferling am 26.Feb.2009 um 18:02 Uhr

Nach den wenigen bisher erlebten Tagen in Beijing glaubten wir den Kulturschock einigermaßen überwunden zu haben. Doch es kam alles ganz anders, denn heute, am Donnerstag, stand unsere erste direkte Konfrontation mit einer Fülle von einheimischen Studenten auf dem Programm.

Frühmorgens reihten wir uns in die lange Schlange der auf ein Taxi Wartenden ein, um unserem Ziel näher zu kommen: Das Beijing Institute of Technology (BIT). Diesmal war die Rushhour nicht während des Fahrens das Problem, sondern schon davor.

Timo_und_Herr_Dege Endlich angekommen wurden wir sehr freundlich von Herrn Christopher Dege in Empfang genommen, der uns sofort auf zwei Deutschklassen im ersten Lehrjahr aufteilte und uns damit in ein heilloses Durcheinander von Fragen, Diskussionen, Adressenaustauschen und Schreibbekundungen warf.

Als wir nach dem Schlusspfiff die beiden Klassenzimmer verließen, war jedoch ein breites Grinsen auf unseren Gesichtern zu lesen. Genau so hatten wir uns diese Reise vorgestellt. Direkt im Anschluss begaben wir uns in das Klassenzimmer der weiter fortgeschrittenen Deutschstudenten. 25 Mädels - 5 Jungs! Nach dem Verlassen des Klassenzimmers klang das Kichern noch im Flur nach. Zum Abschluss wurden uns in einem interessanten Vortrag die Aktivitäten und Besonderheiten des BIT geschildert.

Eilig ging es wieder zum Taxistand und auf ans andere Ende der Stadt. Kaum ausgestiegen wurden wir von ca. 30 Studenten der Tsinghua Universität stürmisch begrüßt. Der Grund? Nokia hat für uns nicht nur eine Besichtigung des Campus, sondern auch einen Austausch mit Elektrotechnikstudenten organisiert, die auch eifrig unseren Blog mitverfolgen. An dieser Stelle einen herzlichen Gruß!

Nach einem Vortrag von unserer Ansprechpartnerin Ms. Ivy Zheng, einer Hausführung und unzähligen Fotos fuhren wir weiter zum Seidenmarkt, welcher uns nach diesem anstrengenden Tag, die letzten mühsamen Worte entlockte. Zur Belohnung kehrten wir letztendlich in ein Pekingenten-Restaurant ein, in dem die Ente vor unseren Augen in saftige Teile geschnitten wurde und wir unsere Teigtaschenwickelkunst vollendete.

In der Quing-Dynastie...

Michael Löffler am 25.Feb.2009 um 15:02 Uhr

...diente der Sommerpalast den Kaisern als Rückzugsort aus der Verbotenen Stadt. Dieses Gelände, was von Kaiserwitwe Cixi umgebaut wurde, war unser Ziel am heutigen Morgen. Beeindruckende Hallen, Gärten und Tore liegen idyllisch am Kunming See, was nicht nur den Kaisern vergangener Zeiten gefiel.

Mi 25.02. - Sommerpalast 03 Anschließend verständigten wir uns mit dem "China-Riegel", der sich immer wieder als große Hilfe erweist und bei vielen Chinesinnen Heiterkeit erweckt. Man empfahl uns einen öffentlichen Bus zur Tsinghua-Universität für 1 Yuan, in dem neben dem Busfahrer noch zwei Kontrolleure dafür sorgen, dass wirklich niemand schwarz fährt.
An der Universität empfing uns Frau Zheng am Memorial Gate. Sie stellte die wichtigsten Eckdaten und Gebäude vor und informierte uns außerdem über Ausrichtung und Forschungsschwerpunkte. Im Anschluss führte uns eine chinesische Studentin über das Universitätsgelände, das neben den Gebäuden der einzelnen Fachrichtungen, den Wohnheimen der Studenten und Mitarbeiter auch vielfältige Sport- und Freizeitmöglichkeiten beinhaltet. Die Ausmaße (4 km²) des gesamten Campus, in dem 26.000 Studenten leben und lernen, sind einfach gigantisch und mit einer deutschen Universität sicherlich nicht zu vergleichen. Während des Rundgangs haben wir einige Details über das Studieren und das Studentenleben erfahren können, ihrerseits informierte sich "Don Ni", unsere Führerin, auch über die Studienmöglichkeiten in Europa und Deutschland. Nachdem sich unsere Füße bemerkbar machten, führte sie uns auch noch zu einem chinesischen Restaurant, das zwar "expensive, but for German students OK" sein sollte. Zum Glück hatte es geschlossen.
Am Abend machte sich dann ein Teil der Gruppe auf zum Fake-Market, ein anderer verfolgte das Einholen der Flagge auf dem Platz des Himmlischen Friedens und schlenderte durch die kleinen Gassen rings um die Dazhalan Lie, in der landestypische Waren und Spezialitäten angeboten werden.

Im Moment sitzen wir schreibend im Hotel und warten auf unser "Fit-In" beim Schneider, der anscheinend gute Arbeit geleistet hat.

Endlich satt!

Nils Werner am 24.Feb.2009 um 17:02 Uhr

Di 24.02 - IBM 03 ...sowohl psychisch als auch physisch!

Als erste Firma stand heute das Forschungszentrum von IBM im Mittelpunkt unseres Interesses. Nach einer eineinhalbstündigen Taxifahrt wurden wir von Frau Xiao empfangen und von Dr. Pan über die Chinesischen Forschungsaktivitäten von IBM in einem Vortrag informiert. In der anschließenden Fragerunde beantwortete er unsere Fragen, unter anderem zur regionsspezifischen Anpassung von Spracherkennungssoftware. So konnte die Erkennung des Englischen verbessert werden, indem Techniken, die entwickelt wurden um Chinesisch zu erkennen, angewendet wurden. Frau Xiao hat uns anschließend durch das Research Lab geführt, in dem uns aktuelle Produkte und Anwendungsszenarien von IBM Produkten sehr anschaulich gezeigt wurden.

Zur verbotenen Stadt sind wir wieder ohne Probleme mit der U-Bahn gekommen. Wir haben das beeindruckend große Gelände durch das Südtor betreten und uns anschließend in Kleingruppen aufgeteilt. Ausgestattet mit Kopfhörern, die uns geschichtliche Informationen zu den einzelnen Gebäuden gaben, erkundeten wir die verschiedenen Paläste. Schon bald haben wir die ein oder andere Ähnlichkeit, sowohl in Form als auch in Nomenklatur, der Gebäude erkannt. Nachdem wir uns am Nordtor wieder zusammengefunden hatten, haben wir uns auf die Suche nach Essbarem gemacht. Dabei konnten wir an unserem zweiten China-Tag schon einen starken Fortschritt verbuchen, denn wir haben richtig gut gegessen.

Ni Hao...

Moritz Kreutzer am 23.Feb.2009 um 14:02 Uhr

img_6189 ... in Beijing - Willkommen in Peking! Nach gefühlten 10 Passkontrollen und 9 Stunden Flug sind wir heute Vormittag (09:30 Ortszeit, 02:30 deutscher Zeit) in Peking am größten Flughafenterminal der Welt angekommen.

Nachdem wir von unserem freundlichen Reiseleiter per Bus durch das Pekinger Verkehrsdickicht zum Hotel begleitet wurden, standen alsbald zwei tapfere Schneiderlein vor der Tür, um uns in schicke Stoffe zu hüllen. Nach schier endlos andauernden Vermessungen und Verhandlungen konnten wir uns schließlich auf einen Preis einigen und uns im Anschluss via U-Bahn auf den Weg zum Tian'Anmen-Platz machen.

Trotz eisiger Kälte und einer nicht wahrnehmbaren Luftfeuchtigkeit erschlossen wir die 39,6 ha zu Fuß, vorbei am Mausoleum Mao Zedongs, der Bank of China, dem Nationalmuseum und dem Monument der Volkshelden.

Verfroren und hungrig entschlossen wir uns darauf mutig, einheimische kulinarische Spezialitäten auszuprobieren zu müssen, durften jedoch (wohl auch aufgrund unserer eigenen sprachlichen Defizite) unser erstes Lehrgeld zahlen und uns anschließend notdürftig bei McDonalds verköstigen.

Auf der Heimfahrt kauften wir uns dann ein paar Tropfen einheimischer Braukunst und lassen diese nun in diese wenige Zeilen mit einfließen.

Es geht los!

Michael Löffler am 22.Feb.2009 um 08:02 Uhr

img_6085 Die Koffer sind gepackt: Um 17:15 Uhr geht unser Flug von Frankfurt in Richtung Peking. Wir freuen uns auf viele tolle Erlebnisse, interessante Eindrücke und Erfahrungen sowie jede Menge Spaß! Wir bemühen uns, alle Leser dieses Blog immer so gut wie möglich zu informieren, es lohnt sich also, immer mal wieder vorbeizuschauen!

Zàijiàn!

Noch ein Monat...

Moritz Kreutzer am 23.Jan.2009 um 23:01 Uhr

...dann sind wir im Reich der Mitte unterwegs!

Bei unserem gestrigen Treffen stellten die Städteteams ihre Tagesprogramme im Detail und die jeweiligen "Städteflyer" (welche einen Überblick über Stadt und Programm sowie wichtige Adressen und Informationen bereitstellen) vor. Zudem wurde über Anzahl und Art der Gastgeschenke diskutiert.
Außerdem waren wieder unsere "China-Seniors" anwesend, welche viele aufgekommene Fragen beantworten konnten und uns seit Beginn der Planung mit Ratschlägen zur Seite stehen. Herzlichen Dank nochmal an dieser Stelle für Ihr Engagement!

Unglaublich, wie schnell die Zeit seit unserem ersten Treffen Anfang Sommer 2008 vergangen ist. Wir freuen uns riesig auf den Abflug am 22. Februar!

Treffen am 10.12. und Culture-Sensitivity-Seminar am 15.12.

Daniel Duckwitz am 18.Dez.2008 um 21:12 Uhr

Am vergangenen Mittwoch haben wir uns getroffen, um die Reisebuchungen zum Abschluss zu bringen. Die Buchungsbestätigungen wurden unterschrieben und eine geeignete Reiseversicherung ausgewählt. Die Visa-Anträge und Reisepässe sind jetzt auf dem Weg zum Konsulat der VR China. Unsere Städteteams erstellen jeweils einen Flyer für ihre Stadt, auf dem Adressen, Termine, ein Stadtplan und weitere wichtige Informationen für die Teilnehmer abgedruckt sind.

Ein weiterer wichtiger Teil der Reisevorbereitung war das Culture-Sensitivity-Seminar, das am Montag von Frau Dangl, Firma IPN Brainpower angeboten wurde. Wir wurden von ihr auf typische Alltagssituationen in China und kulturelle Unterschiede vorbereitet, haben aber auch Tipps für Gastgeschenke und das Kofferpacken bekommen. Mit dem neuen Wissen wird uns die Orientierung in der für uns zunächst fremden Kultur erleichtert. An dieser Stelle ein Herzliches Dankeschön an Frau Dangl!

Den Abend haben wir im Asia-Restaurant "Wan Fu Sterne" mit einem leckeren Buffet ausklingen lassen.

China-Camp: Sponsorensuche

Michael Löffler am 04.Nov.2008 um 14:11 Uhr

Nach den Vorbereitungen am 8. Treffen drehte sich das Wochenende in Veilbronn um das Thema Sponsorensuche, damit die Kosten für jeden einzelnen von uns in einem erträglichen Rahmen gehalten werden können.
Bei Sonnenschein kamen wir in dieser Angelegenheit im Naturfreundehaus Veilbronn in der Fränkischen Schweiz ein großes Stück voran. Nach der Arbeit am Nachmittag wurden wir am Abend mit chinesischer Kost bestens versorgt. Am Sonntag wurden alle Ergebnisse zusammengefasst und präsentiert, bevor ein Teil der Gruppe zum VDE-Kongress in München aufbrach, während der andere Teil das erfolgreiche Wochenende in der Therme Obernsees ausklingen ließ.

Cultural Sensitivity

Michael Löffler am 13.Oct.2008 um 23:10 Uhr

Neben Neuigkeiten zum China-Camp und Informationen zu organisatorischen Sachen durch eine Mitarbeiterin des Reisebüros drehte sich das heutige Treffen vor allem um die Ausarbeitung des DAAD-Antrags.
Das Konzept der Studienreise wurde überarbeitet: Wir werden in China nicht nur Firmen und Universitäten besichtigen, sondern auch aktiv an Seminaren, Workshops, Praktika und Diskussionsrunden teilnehmen, was die Exkursion im Ganzen viel interessanter macht.
Durch einen Kontakt zu IPN Brainpower erhalten wir am 15. Dezember außerdem die Möglichkeit, in einem "Culture-Sensitivity-Seminar" die asiatischen Gepflogenenheiten kennenzulernen. Danach dürften wir im Februar bestens vorbereitet gen Asien starten!

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