Turboeinstieg in die Woche
Patrick Probst am 10.Mär.2009 um 16:03 Uhr
Entspannt und ausgeruht von einem für die meisten sehr ruhigen Wochenende starteten wir zu ZF Steering, deren Werk sich ganz in der Nähe der chinesischen Formel 1-Strecke befindet. Der Besuch begann mit einer sehr farbenfrohen Präsentation, in der uns Herr Rolka einen groben Abriss über die Geschäfte von ZF Steering in China und Asien gab. Anschließend erhielten wir eine sehr detaillierte Führung durch den Workshop mit Herrn Song, welcher uns über sämtliche Vorgänge und Produkte aller Fräs- und Drehmaschinen unterrichtete. Nachdem wir alle Nuten, Rillen, Absätze und Radien unter die Lupe genommen hatten genossen wir die weitere Gastfreundschaft in Form eines Mensa-Essens Erlangener Standards.
Turbomäßig weiter ging es bei Voith Turbo, dem renommierten Zugkupplungsbauer. Während der höchst interessanten Führung über das Firmengelände durch Herrn Ren gab es im Lager diverse Kupplungen und Getriebe sowie alte bekannte - ICE-Nasen - zu bestaunen. Die gefühlten fünf Mitarbeiter verhielten sich sehr unauffällig und teilnahmslos. Anschließend stand uns Herr Ren für Fragen unsererseits zur Verfügung. Dabei wurden technische Details sehr anschaulich am Flipchart erläutert, so dass jeder leicht den Zusammenhang zwischen Waggon- und Kupplungsanzahl verstehen konnte. Der abschließend servierte Tee erfüllte das Gütesiegel "Made in China" auf seine eigene, ganz spezielle Art.
Abends machten wir "schön einen auf dicke Hose" und speisten exzellent im 55. Stock des Jin Mao Tower - dem Grand Hyatt Shanghai. Der atemberaubende Ausblick über die Skyline Shanghais verleihte dem Dinner eine besondere Note. Das sehr umfangreiche Buffet beinhaltete auch diverse Getränke-Flatrates, die großzügig in Anspruch genommen wurden. Der Abend konnte beginnen.
Der alteingesessene harte Kern ließ es sich natürlich nicht nehmen, die Nacht stilgerecht mit einem dritten Besuch in drei Tagen im Babyface, einem Shanghaier Nachtclub, abzurunden.
P.S. Wir bitten die Verspätung des Artikels zu entschuldigen. Die dezentrale Struktur der Redaktion garantiert zwar eine hohe Flexibilität und Kreativität, kann aber oftmals keine pünktliche Einreichung sicherstellen.
rot H = J + dD/dt
Michael Löffler am 10.Mär.2009 um 14:03 Uhr
Nachdem unser Programm heute nicht zu vollgestopft war (schließlich ist ja Wochenende) machten wir uns etwas später (10 Uhr) als sonst üblich (7-8 Uhr) auf den Weg zu weiteren interessanten Anlaufpunkten in Shanghai.
Nach einem Spaziergang zum Bund und der Überfahrt per Fähre in die Sonderwirtschaftszone Pudong fuhr ein Teil der Gruppe in den 88. Stock des Jin Mao Towers, ein anderer auf die Aussichtsplattform des World Financial Centers. Von beiden Hochhäusern genossen wir einen fantastischen Blick auf diese Mega-Metropole, deren Ausdehnung man nur erahnen kann.
Anschließend machten wir an der Uferpromenade von Pudong eine kleine Mittagspause, bei der wieder unser "Fuß-Indiaka" (in Beijing günstig erworben) zum Einsatz kam und unser Spiel von einigen Touristen und Einheimischen bestaunt wurde. Gestärkt (bzw. geschwächt vom Sport) ging's per U-Bahn zur Long Yang Road, von wo aus der Transrapid (eine Gemeinschaftsentwicklung von Siemens und ThyssenKrupp) in 7 Minuten zum über 30 km entfernten Flughafen fährt. Wenn wir uns mal die anderen europäischen Flughäfen anschauen (London, Paris), dann sind wir ähh... Heathrow! also direkt an der Long Yang Road ähh... eingestiegen. Wir hätten also bereits im Bahnhof einchecken können und dann in 10 Minuten, das muss man sich erst mal vorstellen, 10 Minuten!!! zu unserem Flug zurück nach Deutschland kommen können. Das hätte Herrn Stoiber sicherlich gefreut. Leider haben wir aber noch lange nicht genug von China und deswegen ein Hin- und Zurück-Ticket gelöst. Sorry! Zu unserer Enttäuschung ist die Höchstgeschwindigkeit des Maglevs bis Mittwoch auf 300 km/h limitiert, da für die Expo 2010 zwei neue 500KV Leitungen gebaut werden. Trotzdem war die Fahrt mit einem beeindruckenden Produkt deutscher Ingenieurskunst ein Erlebnis. Der Besuch des angeschlossenen Museums bot uns nochmal einen interessanten Einblick in die Funktionsweise und Entwicklung des durch einen Linearmotor vorangetriebenen Gefährts.
Am späten Nachmittag trennte sich unsere Gruppe dann, um das Museum of Contemporary Arts bzw. die chinesische Version des MOMAs zu besuchen. Die Abendgestaltung blieb jedem freigestellt: Ein Gang über einen der vielen Märkte, der Besuch einer Akrobatik-Show, die Inanspruchnahme einer Fußmassage oder die Möglichkeit, einfach mal im Hotel etwas Schlaf nachzuhohlen, wurde in Anspruch genommen. In einem sind wir uns jedenfalls einig: "Geile" Stadt.
Stadtrundgang
Anna Schüpferling am 09.Mär.2009 um 10:03 Uhr
Am Samstag haben wir zu Fuß Shanghai näher erkundet und dabei den Volksplatz und die Shanghai Urban Planning Exhibition Hall besucht. Dort werden derzeit unter anderem die Entwürfe für das Gelände und einige Länderpavillons der EXPO 2010 vorgestellt. Besonders beeindruckend fanden wir das riesige Stadtmodell von Shanghai, das uns noch einmal die Größe und die Anzahl der unzähligen Wolkenkatzer vor Augen führte.
Im Anschluss an die Ausstellung besuchten wir die Yu-Gärten, die uns an die Idylle der Gärten unserer erste Station Peking erinnerten. Begleitet von Goldfischen besuchten wir die verschiedenen Pavillons und freuten uns über die ersten Blüten an den Sträuchern. Diese Tatsache beeindruckte uns besonders, da uns zum ersten Mal richtig bewusst wurde, wie stark sich die Klimazonen innerhalb Chinas unterscheiden.
Am Abend besuchten wir die französische Konzession. Dieses Gebiet stand zur Kolonialzeit unter französischer Verwaltung. Dementsprechend ist auch noch viel vom Flair und Savoir-Vivre der Franzosen erhalten geblieben. Beim Besuch eines thailändischen Restaurants und bei einem ausgedehnten Spaziergang im Anschluss kamen wir in den Genuss dieses Ambientes.
Ankunft in Shanghai
Johannes Popp am 08.Mär.2009 um 01:03 Uhr
Heute (Freitag) wurden wir am frühen Morgen (5.30 Uhr) durch ein zaghaftes Klopfen an der Kabinentür und einem Becher Instantkaffee geweckt. Entgegen unseren Erwartungen war die Fahrt im Nachtzug durchaus entspannend. Nachdem auch unsere Hotelzimmer schon bereitgestellt wurden, konnte der erste Tag in Shanghai beginnen.
Um 9.30 Uhr wurden wir in der Chinazentrale des TÜV SÜD von Chinachef Dirk von Wahl empfangen. Das Unternehmen TÜV SÜD beschäftigt 14.000 Mitarbeiter weltweit, davon über 1.000 in der Region Greater China (also mit Taiwan und Hong Kong). Die Geschäftsfelder des TÜV SÜD sind People, Mobility und Industry. Von besonderer Bedeutung in Shanghai ist der Bereich Industry, der vor allem die Qualität von Konsumgütern für den Export in den europäischen Raum sicherstellt.
Neben Details zu Tätigkeiten des TÜV SÜD, konnten wir uns mit dem seit 15 Jahren in China lebenden Manager auch zur wirtschaftlichen Situation austauschen. So ging in den letzten vier Monaten der Export von Konsumgütern drastisch zurück (tw. bis zu 70%). Nach Einschätzung von Herr von Wahl wird sich daran mittelfristig auch nichts ändern. Das läge am gesättigten europäischen Markt und an amerikanischen Konsumenten, die über hoch verschuldet seien. Das Einknicken der Wirtschaft und des Exports könne 15 Millionen arbeitslose Wanderarbeiter und - das könne noch gravierendere Auswirkungen haben - 6 Millionen arbeitslose Universitätsabsolventen verursachen.
Nach Vortrag und Diskussion führte uns Herr Langguth, verantwortlich für den Test von Konsumgütern in Shanghai, durch die Labore, in denen Produkte hinsichtlich mechanischen und elektrischen Eigenschaften getestet wurden. Der Besuch bei TÜV SÜD wurde durch einen Fachvortrag von Hr. Langguth zu verschiedenen Prüfmethoden, Richtlinien & Normen und zum GS-Gütesiegel beendet.
Am Nachmittag stand eine Besichtigung bei Bayer Technology Services auf dem Programm. Dort erklärte uns Herr Dr. Dieter Heinz die Tätigkeitsbereiche der einzelnen Bayer-Segmente (Nutrition, Healthcare und High-Tech Materials) und ging vertieft auf den als eigenständige Firma agierenden Dienstleister Bayer Technology Services ein. Bayer Technology Services hilft intern bei der Verfahrensentwicklung und der Anlagenbetreuung, nimmt aber auch zwischen 20 - 30 % externe Projekte an.
Eine Busfahrt durch den von Bayer betriebenen Teil des Shanghai Chemical Industry Parks demonstrierte uns die Ausmaße der beeindruckenden Anlagen.
Nach der Tour konnten wir unsere Fragen zu Bayer an sich und den Tätigkeiten von Herr Dr. Heinz loswerden und erfuhren auch einiges zum Leben als Expat.
Trotz der Nachtzugfahrt und des anstrengenden Tages, wollten wir den Abend nicht ungenutzt lassen. Unsere Erkundungstour begann am Bund, wo wir einen herrlichen Ausblick über die Skyline Shanghais bei Nacht hatten und endete im Babyface, einem der angesagtesten Clubs in Shanghai.
Abschied mit Traenen...
Markus Schriefer am 05.Mär.2009 um 18:03 Uhr
Am heutigen Tag standen wieder zwei Firmenbesichtigungen auf dem Programm. So ging es gleich nach dem Frühstück um 08:00 Uhr zusammen mit Susanne (einer chinesischen Germanistikstudentin, die sich bei der Kommunikation mit dem Busfahrer als unschätzbar herausstellte) zu Siemens Transformers.
Nach einer Fahrtzeit von ca. 45 min empfing uns der Corporate Director Mr. Wang Chenggang und eröffnete das Programm mit seinem Vortrag ueber die Aufstellung der Siemens AG, der Division Siemens Transformers und speziell dem Standort Jinan.
Im Anschluss konnten wir bei der Werksbesichtigung die Herstellung von Hochleistungstransformatoren bis 500 KV hautnah miterleben. Dabei bot sich auch die Gelegenheit zahlreiche Fragen zu stellen und detailliert auf die unterschiedlichen Konstruktionsweisen einzugehen. Nach der Führung erläuterte uns der Entwicklungskleiter Mr. Feng Wang in einem 1,5-stuendigen Workshop die physikalischen Prinzipien der Transformatortechnik und den Aufbau von 220 KV sowie 500 KV Anlagen. Durch zahlreiche Rückfragen wurden die Studenten aktiv in die Praesentation mit eingebunden. Sehr interessant waren auch die Anekdoten aus seiner 15-jaehrigen Betriebserfahrungen.
Nach dem von Siemens bereitgestellten Mittagessen fuhren wir weiter zu Linuo Paradigma, einem Joint Venture der chinesischen Linuo Group und dem deutschen Solar-Experten Paradigma. Nach einer sehr herzlichen Begruessung stellte uns Mr. Randall Lishi (Sales Manager) mit Unterstützung von Mrs. Zhu Min die Produktpalette, den Aufbau sowie das Funktionsprinzip der Solarthermieanlagen vor. In der anschließenden Werksbesichtigung wurde den angehenden Ingenieuren ein Eindruck von den Fertigungsbedingungen einer chinesisch/deutschen Produktion vermittelt.
Als wir danach ins Hauptgebäude der Linuo Group gingen bemerkten wir bereits auf dem Weg dorthin, dass die Linuo Group nicht nur bei den Nutzung von regenerativen Energien ihre Verbundenheit zur Natur zum Ausdruck bringt. Auf dem riesigen Areal ist eine Parkanlage mit See, Springbrunnen und Grünflächen angelegt worden und in der Empfangshalle selbst ist ein kompletter botanischer Garten mit See, Wasserfall und Pausenpavillon eingebettet. Darum reihten sich die Produktpalette der Linuo Group, von Photovoltaik- über Solarthermieanlagen bis hin zu Medikamenten.
Gegen 17:00 Uhr fuhren wir zurück ins Hotel, wo wir bereits sehnsüchtig von den chinesischen Germanistikstudenten erwartet wurden. Viele haben während der letzten Tage enge zu Mitgliedern unserer Gruppe Freundschaften geschlossen und so wurden wir mit Abschiedsgeschenken geradezu überhäuft. Sie begleiteten uns noch bis zum Bahnhof, wobei wir alle unsere Traurigkeit über den bevorstehenden Abschied durch gemeinsames Singen (drei Chinesen mit dem Kontrabass) zu verdrängen versuchten. Um 21:05 Uhr setzte sich unser Nachtzug nach Shanghai in Bewegung, wobei die ein oder andere Träne nicht mehr zu halten war.
Den Studenten aus Jinan möchten wir an dieser Stelle nochmals von Herzen für die freundliche Begrüssung und vier wundervolle Tage danken. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Oktober unter dem Motto "zu Gast bei Freunden".
6293 Stufen - 1350 Höhenmeter
David Weber am 04.Mär.2009 um 16:03 Uhr
Diese Hürde galt es heute zu überwinden. Aber beginnen wir am Anfang...
Nach einer rauschenden Nacht im KTV quälten wir unsere trägen Leiber erneut in aller Herrgottsfrüh (07:30 Uhr) aus unseren mäßig bequemen Nachtlagern um aufs Neue ein chinesisches Frühstück zu uns zu nehmen. Anschließend wurden wir von unseren neuen chinesischen Freundinnen und Freunden mit einem landestypischen Lächeln in Empfang genommen.
Aufgrund des schweißtreibenden Programms der letzten Tage und allgemeiner Unterwäsche- und Sockenknappheit wurde zunächst ein Besuch der Wäscherei für ausländische Studenten besucht. Anschließend bestiegen wir einen der vielen Golden Dragons des Landes, einen Kleinbus uns bereits geläufigen Modells.
Nach zwei Stunden Fahrt über Schlaglöcher (und dazwischen unzählbar viele Straßenstücke) erreichten wir Tai'an, die Stadt am Fuße des Tai Shan. Wir begannen sofort mit dem Aufstieg, nichtsahnend was uns noch bevorstehen würde. In jugendlicher Unbeschwertheit und ungestümer Motivation erklommen wir die ersten Stufen. Einen ersten Dämpfer erfuhr unsere Zielstrebigkeit an einem steinernen Tor, wo ein horrender Obolus von uns verlangt wurde, welchen wir durch den Einsatz von richtigen und falschen Bescheinigungen über den Besuch einer Lehranstalt (Stundetenausweise und Visitenkarten resp.) minderten.
Knapp 2000 Yuan leichter setzten wir unseren Aufstieg fort, bevor sich nach einer Stunde unser Laufrhythmus merklich zugunsten der Pausenzeiten entwickelte. Nach der Hälfte des Weges erreichten wir ein Plateau, auf dem diverse Waren und Souvenirs feilgeboten wurden. Nachdem die Gruppe wieder vollständig versammelt war entfachte sich eine hitzige Diskussion über das Für und Wider eines weiteren Aufstiegs zum eigentlichen Gipfel des Tai Shan. Schließlich entzweite sich die Gruppe hier, denn Andi 5 Leute machten Matzen. Aber wir wollen jetzt keinen Namen pipsen, das würden wir Nils Tom.
Der harte Kern hingegen nahm die Herausforderung an und wollte die zweite Hälfte der 6293 Stufen und 1350 Höhenmeter bezwingen. Zwei Stunden später vereinte sich die Gruppe wieder, die einen um einige hundert Kalorien leichter, alle jedoch um interessante Erlebnisse reicher.
Rock around the clock
Timo Schürer am 03.Mär.2009 um 17:03 Uhr
Der 03.03. stand ganz im Zeichen der Shandong Universität und deren Studenten. Nach dem Frühstück wurden wir schon von zwei Chinesischen Studentinnen erwartet und mit einem Bus zur Universität befördert. Dort haben wir zuerst in einer Deutsch Grammatikstunde zugehört und wurden dann in Landeskunde mit interessanten und zum Teil abenteuerlichen Fragen konfrontiert.
Mittags wurden wir in die Mensa eingeladen. Nicht nur in den Tellern war diese Mensa unserer einiges Vorraus. Danach haben wir das Universätsmuseum besucht und im Anschluss daran standen in einem großen Hörsaal einige Präsentationen auf dem Programm. Dabei wurden die Universitäten gegenseitig vorgestellt und Mig hat einige Details über die ETG, unsere Exkursion, Franken, Bayern und Deutschland zum Besten gegeben.
Am Spätnachmittag haben wir uns in Kleingruppen aufgeteilt und konnten - mit Chinesischen Studenten ausgestattet - die Stadt erkundet. Am Abend ging es schließlich zum Karaoke! Nachdem leichte Startprobleme behoben waren und wir annehmbare Lieder gefunden hatten, haben wir den Laden ziemlich gerockt und neu geknüpfte Kontakte wurden intensiviert.
Auf dem Weg nach Jinan
Matthias Münch am 02.Mär.2009 um 18:03 Uhr
Am Montag, den 02.03.09, machten wir uns vom Bahnhof Beijing auf den Weg nach Jinan. Jinan liegt am Gelben Fluss und ist die Hauptstadt der Provinz Shandong.
Nach einer rund 3stündigen Zugfahrt erreichten wir gegen 17.30 Jinan, wo wir auch schon von Frau Jiang Hongmin vom International Office der Shandong Universität und zwei Studentinnen (Martina und Leonie) wärmstens empfangen wurden. Nach unserer Ankunft im Hotel der Universität, Beziehen der Zimmer und frisch machen galt es der Einladung der Sprachschule und des International Office zu einem gemeinsamen Abendessen zu folgen. In angenehmer Atmosphäre hatten wir die Möglichkeit unsere bisherigen Erfahrungen mit Herr LI Guoqiang (Vorsitzender des International Office), Professor LV Shujun, Frau Hinger, Fr. Jiang und den beiden Studentinnen auszutauschen und dabei ein hervorragendes Essen mit Köstlichkeiten verschiedener Provinzen zu genießen.
Nach dem Essen hatte die Gruppe noch die Gelegenheit den bayerischen Vertreter in Jinan "Herr Dr. Geltinger" kennenzulernen. Er unterstützt bayerische Firmen dabei im Chinesischen Markt Fuss zu fassen. In gemütlicher Runde wurden Erfahrungen sowie nützlicher Tipps ausgetauscht.
Die Große Mauer
Matthias Münch am 01.Mär.2009 um 17:03 Uhr
Der Sonntag war ganz dem Besuch der großen chinesischen Mauer gewidmet. Nach dem letzten Frühstück im Holiday Inn Hotel in Beijing brach die Gruppe gegen 08.00 Uhr mit dem Bus in Richtung Chinesische Mauer auf. Nach erholsamen 2.5 Stunden erreichten wir bei Jinshanling die chinesische Mauer. Dort machten wir uns zusammen mit unserem chinesischen Guide Yang auf den Weg nach Simatai.
Nach dem Verlassen des Busses wurden wir direkt von einer Gruppe Einheimischer begrüßt, die täglich Touristen auf die Mauer begleiten. Diese erhoffen sich durch ihre Hilfe bei schwierigen Mauerstücken oder den Verkauf von Getränken und Souvenirs ein paar RMB zu verdienen.
Der Weg nach Simatai auf der chinesischen Mauer erwies sich dabei als schwieriger als von uns anfangs angenommen. So wechselten sich sehr gut begehbare, restaurierte Stücke mit extrem steilen und verfallenen Treppenpassagen ab, die hohe Ansprüche an Fitness und Schuhwerk stellten.
Als großer Glücksfall erwies sich auf der gesamten Wanderung das Wetter.
Nach rund 9 Kilometern und rund 30 Wachtürme später hatten wir bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen knapp über 0°C unser Ziel Simatai erreicht.

Der Abstieg in das Tal wurde dann durch die Benutzung einer „1-Personen-Seilbahn“ zum Erlebnis.Im Tal angekommen verbrachten wir den Abend und die Nacht in einem Hostel unterhalb der chinesischen Mauer.
Nach einer sehr kalten Nacht und einer sehr heißen Dusche am nächsten Morgen machten wir uns wieder auf den weg nach Beijing, um von dort die nächste Station auf unserer Reise anzusteuern.
Kultur-Volles Programm
Fabian Mruck am 28.Feb.2009 um 15:02 Uhr
Der letzte Tag in Peking: Da heute weder Firmen noch Universitäten auf dem Programm standen, hatte sich bei der Gruppe schon der Gedanke eingeschlichen, dass dieser Samstag ein ganz entspannter Tag werden würde. Am späten Morgen machten wir uns auf den Weg und wurden am Eingang des Hotels von einem Feuerwerk begrüßt. Überrascht stellten wir fest, dass eine komplette Hochzeitsgesellschaft im Anmarsch war. Aber jedem in der Gruppe war bewusst: Die Braut ist tabu und die Eltern auch.
Beschwingt machten wir uns auf den Weg zum Kohlehügel, den wir binnen kürzester Zeit erklommen hatten. Er war zwar hoch aber man sah nicht weit. Jedoch konnten wir unsere nächste Station, die weiße Pagode, gut erkennen. Diese befindet sich im Beihai-Park, welcher einer der besten Plätze ist um Einheimische beim Sport zu beobachten. Einige von uns ließen es sich nicht nehmen bei einer Mischung aus Haggisack und Indiaka mitzuspielen. So könnte man viel Zeit verbringen, doch Trommel- und Glockenturm warteten auf uns. In den kleinen Gässchen namens Hutongs gönnten wir uns einen kleinen Mittagsimbiss. Mit dem Besuch des Glockenturms haben wir daraufhin die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, welche auf der Nord-Süd Achse Pekings liegen besucht.
Nach dem dem abschließenden Gruppenfoto, wurde uns klar, dass uns die Zeit davon gelaufen war. Aus diesem Grund teilten wir uns in zwei Gruppen, auf um sowohl den Lama-Tempel als auch das Technikmuseum zu besuchen. Während die einen den größten Budda der Welt bestaunten und von den vielen Räucherstäbchen benebelt waren, bestätigten die anderen einige physikalischen Grundgesetze durch praktische Experimente. Ein willkommenes Spielzeug für angehende Ingenieure und Anregung für technische Diskussionen.
Danach kehrten wir in unser liebgewonnenes Hotel zurück um unsere Koffer zu packen und uns noch ein bisschen auszuruhen, denn morgen geht es auf die Mauer.
















